Sprachen

Neue Wege der Sprachdidaktik: Entwicklung von E-Learning-Einheiten zur Qualitätssteigerung der sprachdidaktischen Hochschullehre im Rahmen eines Lehrprojekts

Ziel des Projekts ist die Erarbeitung, Erprobung und Fertigstellung von drei E-Learning-Einheiten, die dauerhaft in die sprachdidaktischen Lehrveranstaltungen implementiert werden sollen.

Lehramtsstudierende der Johannes Gutenberg-Universität besuchen im B.Ed lediglich eine sprachdidaktische Veranstaltung. Das Seminar wird mehrfach pro Semester angeboten, dabei werden drei inhaltliche Schwerpunkte zur Wahl gestellt: Deutsch als Zweitsprache, Grammatikdidaktik und Rechtschreibdidaktik. Jedoch können die Studierenden nur einen Schwerpunkt besuchen. Um ihnen zukünftig die Möglichkeit zu eröffnen, sich ebenfalls Kompetenzen in weiteren Schwerpunktthemen eigenständig anzueignen, soll in dem Lehrprojekt für jeden Seminar Schwerpunkt gemeinsame mit den Studierenden eine E-Learning-Einheit entwickelt, erprobt und fertiggestellt werden. Nach Finalisierung der E-Learning-Einheiten sollen diese in die Seminare implementiert werden, d.h. sie werden den künftigen Studierenden zur Verfügung gestellt und erlauben ihnen somit, sich eigenständig, jedoch auch im Austausch mit anderen Studierenden, neue und für die spätere Tätigkeit als Lehrkraft zugrundeliegende sprachwissenschaftliche, sprachdidaktische und methodische Kompetenzen anzueignen.

Das Lehrprojekt wird vom Gutenberg Lehrkolleg der Johannes Gutenberg-Universität finanziert.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Anja Müller ( E-Mail)
Mandy Schönfelder ( E-Mail)
FB 05 – Philosophie und Philologie
Deutsches Institut
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz

Grammatisches Wissen von Lehramtsstudierenden

Das zwischen den Universitäten Mainz und Frankfurt bestehende Kooperationsprojekt hat zum Ziel, das Grammatikwissen von Lehramtsstudieren zu eruieren, um die sprachwissenschaftliche und sprachdidaktische Hochschullehre in den Bachelor- und Master of Education-Studiengängen zu reflektieren. Da bisherige Studien gezeigt haben, dass Schülerinnen und Schüler deutliche Schwächen im grammatischen Wissen besitzen, muss gegebenenfalls die Hochschullehre angepasst werden, um auch ein differenziertes Wissen von angehenden Lehrkräften bezüglich grammatischer Phänomene und Begriffsbildungsprozessen zu fördern. Im Rahmen des Projekts soll ein Fragebogen entwickelt werden, der das Grammatikwissen von Lehramtsstudierenden dokumentiert, die Anwendung des Grammatikwissens prüft sowie die Veränderung des Wissens und dessen Anwendung erfasst. Als Zielgruppe der geplanten Querschnittserhebung sind Lehramtsstudierende des Faches Deutsch in verschiedenen Phasen ihres Studiums vorgesehen.

Das Projekt wird von Zentrum für Bildungs- und Hochschulforschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finanziert.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Anja Müller ( E-Mail),
FB05 – Philosophie und Philologie,
Deutsches Institut
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz

Dr. des. Sabrina Geyer ( E-Mail)
Goethe-Universität Frankfurt
FB 10 Neuere Philologien
Institut für Psycholinguistik und Didaktik der deutschen Sprache

Diskurskompetenzen und bilingualer Sachfachunterricht: sprachen- und fächerübergreifende Kompetenzen für erfolgreiches Lernen

Für das CLIL 2.0 Projekt schließen sich verschiedene Experten und Lehrer in Content and Language Integrated Learning (CLIL) zusammen, die der Ansicht sind, dass eine grundlegende Veränderung notwendig ist, um das Potenzial des CLIL Konzeptes auszuschöpfen. Damit CLIL in der Sekundarstufe flächendeckend eingeführt werden kann, muss der (Fremd-) Sprachunterricht umgedacht werden, sodass er den Sachfachunterricht nicht nur aus kognitiver Sicht unterstützt, sondern auch im Hinblick auf die Entwicklung von fachspezifischen Diskurskompetenzen. Sollen CLIL – Lernende ihre mehrsprachige Diskurskompetenz entwickeln, muss die Rolle der Sprache betont werden. Ansätze, die auf der Grammatik basieren, sind hier nicht geeignet. CLIL 2.0 wird analysieren wie die Entwicklung mündlichkeitsgeprägter Sprache (BICS – Basic Interpersonal Communication Skills) zur Entwicklung kognitiver, schulbezogener Sprachfertigkeit (CALP – Cognitive academic language Proficiency) führt. Die kritische Evaluation bisheriger und neuer Modelle soll dann die Entwicklung und Auswertung eines neuen Ansatzes zum Lernen der Fremdsprache in CLIL führen – ein Ansatz, der auf der Entwicklung von Diskurskompetenz und wahrer Kommunikation basiert und zur Entwicklung von leistungsbedingten Kompetenzen führt. Durch eine gemeinsame praktische Studie in Schulen in verschiedenen europäischen Ländern sollen Lehrpersonen und Verantwortliche für Lehrerausbildung gleichsam ihren Beitrag zur Entwicklung des Konzeptes beitragen können.

Das Ergebnis soll ein Arbeitsmodell / Toolkit für die Erneuerung der Umsetzung von CLIL sein – von Lehrpersonen entwickelt, ausgewertet, angepasst und weitergegeben. Das Team ist überzeugt, dass es große Veränderungsmöglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht gibt, die auch den Muttersprachunterricht beeinflussen können. Deshalb wird CLIL 2.0 von größter Bedeutung für Entscheidungsträger in Europa und im weiteren Umfeld sein.

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Oliver Meyer ( E-Mail)
Department of English and Linguistics
Forschungs- und Lehrbereich Fachdidaktik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz