Umstellung auf Bachelor und Master

B.Ed.-Studierende der Universität Mainz, die Ihr Studium später an der Universität Koblenz-Landau mit dem Studienziel Lehramt für die Grundschule weiterführen wollen, empfehlen wir dringend, sich frühzeitig im Zentrum für Lehrerbildung der Universität Koblenz-Landau beraten zu lassen. Erste Informationen erhalten Sie auch in unserer Sprechstunde.

 

 

 

Im Zuge des Bologna-Prozesses hat sich Deutschland mit seinen europäischen Nachbarn auf eine flächendeckende Umstellung der Studienstruktur geeinigt.
Im Wesentlichen sollen der Deklaration vom 19. Juni 1999 zufolge

  • leicht vergleichbare und verständliche Studiengänge
  • ein zweistufiges System von Studienabschlüssen und
  • ein Leistungspunktesystem (nach dem ECTS-Modell)

geschaffen werden.
Zum Wintersemester 2008/09 ist die Umstellung der Studienstruktur auch in den Lehramtsstudiengängen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfolgt. Studierende, die ihr Lehramtsstudium an der Uni Mainz zum Wintersemester 2008/2009 oder später aufgenommen haben bzw. aufnehmen, werden daher in die lehramtsbezogenen Bachelorstudiengänge (B.Ed.) eingeschrieben. Für sie gilt dann die Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen lehramtsbezogener Bachelor- und Masterstudiengänge als erste Staatsprüfung für Lehrämter.

Das neue Konzept der Lehramtsausbildung wurde als praxisorientierter Bachelor-Master-Studiengang umgesetzt. Neben dem dualen Ansatz der Ausbildung stehen verbindliche curriculare Standards und ein erhöhter Anteil der Fachdidaktiken am Lehramtsstudium im Mittelpunkt.

Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom Juni 2005 werden Bachelor- und Masterabschlüsse in der Lehrerausbildung in allen Ländern anerkannt, wenn das Studium während der Bachelorphase sowie der Masterphase u. a. mindestens zwei Fachwissenschaften sowie Bildungswissenschaften integriert. 

Um die Studierenden besser auf den Lehrberuf vorzubereiten, werden schulpraktische Studien bereits im Bachelor-Studiengang angeboten. Der Anteil schulpraktischer Studien im Studium ist insgesamt deutlich erhöht. Die Kultusministerkonferenz strebt eine stärkere Vernetzung der Bildungs- und Fachwissenschaften und deren Didaktik sowie der schulpraktischen Studien an.

Für die Studierenden, die ihr Lehramtsstudium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Wintersemester 2008/09 oder später begonnen haben, ergeben sich folgende wesentliche Neuerungen:

 

1. Ausweitung der Praktika

Schulpraktika sollen Elemente der Berufspraxis, die ein großer Teil der Studierenden im "alten" Staatsexamensstudiengang in der Regel erst nach Abschluss des Studiums kennen lernen konnte, in das Studium integrieren. Durch die Verbindung des Studiums mit schulischen, erzieherischen und unterrichtlichen Anforderungen soll zum einen frühzeitig ein wissenschaftlich fundiertes Handlungsverständnis aufgebaut werden. Zum anderen dienen die Praktika der Überprüfung der persönlichen Eignung und Neigung für den Lehrberuf – und zwar zu einer Zeit, in der die eigenen Studien- und Berufsziele noch korrigiert werden können.

Aus diesem Grund absolvieren die Lehramtsstudierenden innerhalb der vorlesungsfreien Zeit (März/April bzw. August bis Oktober) verteilt auf das gesamte Studium vier (bzw. fünf) verpflichtende Praktika: zwei (bzw. drei) Orientierende Praktika im Bachelor-Studiengang sowie zwei Vertiefende Praktika, jeweils eines im Bachelor- und eines im Master-Studiengang.

Mehr Informationen zu den Schulpraktika finden Sie unter "Schulpraktika" des Menüpunktes "Studieninformationen zum BA/MA-Studium".

2. Drittes verpflichtendes Studienfach

Neben den beiden gewählten Lehramtsfächern sind die Studierenden verpflichtet das Fach Bildungswissenschaften als drittes Studienfach zu belegen.
Diese Regelung gilt bereits für alle Studierende, die ihr Lehramtsstudium zum Wintersemester 2005/06 oder später aufgenommen haben.
Das bildungswissenschaftliche Studium in Mainz verfolgt eine integrative Qualifizierung für das Lehramt, an der die drei Fachdisziplinen Pädagogik, Psychologie und Soziologie beteiligt sind und in der die spezifischen, für eine nachfolgende berufliche Tätigkeit im Berufsfeld Schule erforderlichen pädagogischen Kompetenzen, Fähigkeiten und Methoden erworben werden.

Mehr Informationen zu den Bildungswissenschaften finden Sie unter "Allgemeine Informationen" des Menüpunktes "Studieninformationen zum BA/MA-Studium".

3. Ausweitung des Fachdidaktikanteils am Studium

Fachdidaktik meint die Konkretisierung von Didaktik für ein bestimmtes Fach und unterscheidet sich hierdurch von der allgemeinen (fächerübergreifenden) Didaktik. Sie steht somit an der Schnittstelle zwischen Pädagogik und der jeweiligen Fachwissenschaft. Durch die angedachte Ausweitung des Fachdidaktikanteils am Lehramtsstudium sollen die Studierenden besser auf die didaktischen Anforderungen des Lehrberufs vorbereitet werden.
In der künftigen Studienstruktur werden die Fachdidaktiken daher mit einem Anteil von mindestens 15% der Leistungspunkte pro Fach verpflichtend in das Lehramtsstudium integriert.

 

 

 

 

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