Informationen zu den Schulpraktika für das Lehramtsstudium an Gymnasien

Schulpraktika

Schulpraktika sollen Elemente der Berufspraxis in das Studium integrieren. Durch die Verbindung des Studiums mit schulischen, erzieherischen und unterrichtlichen Anforderungen soll zum einen frühzeitig ein wissenschaftlich fundiertes Handlungsverständnis aufgebaut werden. Zum anderen dienen die Praktika der Überprüfung der persönlichen Eignung und Neigung für den Lehrberuf – und zwar zu einer Zeit, in der die eigenen Studien- und Berufsziele noch korrigiert werden können.

Aus diesem Grund absolvieren die Lehramtsstudierenden bereits im B.Ed.-Studiengang innerhalb der vorlesungsfreien Zeit (März/April bzw. August bis Oktober) zwei Orientierende Praktika und ein Vertiefendes Praktikum sowie im M.Ed.-Studiengang ein weiteres Vertiefendes Praktikum.

 Praktikum Zeitliche Lage  Länge  LP 
 Orientierendes Praktikum 1 im B.Ed.
i.d.R. nach dem ersten Semester 
15 Tage 
 Orientierendes Praktikum 2 im B.Ed.
vor Wahl der Zielschulart
15 Tage
 Vertiefendes Praktikum 1 im B.Ed.
nach den Orientierenden Praktika 
15 Tage
Vertiefendes Praktikum 2  im M.Ed.  15 Tage

Die zwei Orientierenden Praktika sollen an Schulen verschiedener Schularten durchgeführt werden, wobei eines der beiden OP möglichst in der angestrebten Zielschulart abzuleisten ist. Zudem ist es möglich, ein OP durch ein entsprechendes Praktikum an einem außerschulischen Lern- oder Ausbildungsort zu ersetzen. Hierfür kommen neben Praktika in Wirtschaftsbetrieben Praktika in Bereichen der Jugendpflege, Kinderbetreuung, Museums- oder Theaterpädagogik in Frage.



Die Zuständigkeiten für die Orientierenden Praktika liegen bei den Schulen. Die Studierenden werden von der Schulleitung Lerngruppen und Lehrkräften zugeteilt. In den Orientierenden Praktika sind zwei Unterrichtstunden (eine pro Praktika) nach Anleitung und Vorgaben zu planen und durchzuführen, um erste unterrichtspraktische Erfahrungen zu sammeln. Außerdem sind am Ende der Orientierenden Praktika 1 und 2 schriftliche Ausarbeitungen zu jeweils drei Aufgaben entsprechend der Praktikumsanleitung vorzulegen.



Ab dem Vertiefenden Praktikum im Bachelorstudiengang sind i.d.R. alle Praktika in einer Schule abzuleisten, die der Zielschulart entspricht. Die Zuständigkeiten für die Vertiefenden Praktika liegen bei den Staatlichen Studienseminaren in Rheinland-Pfalz.



Die Studierenden leisten das Vertiefende Praktikum Bachelor unter Anleitung einer Fachleiterin oder eines Fachleiters innerhalb einer Praktikumsgruppe ab, die bis zu acht Studierende umfasst. Sie nehmen i.d.R. am Unterricht ihrer Fachleiterin oder ihres Fachleiters sowie an den Unterrichtsversuchen der Mitglieder ihrer Praktikumsgruppe teil. Hinzu kommen eigene Unterrichtsversuche in zugeordneten Lerngruppen, Vor- und Nachbesprechungen von Unterricht und drei schriftliche Ausarbeitungen (ein Unterrichtsentwurf zu einer Unterrichtsstunde - eine Verlaufsskizze zu einer weiteren Unterrichtsstunde - Überlegungen zur Unterrichtsplanung im Hinblick auf ein weiteres Erfahrungsfeld). Die Ziele des Vertiefenden Praktikums Bachelor sollen durch teilnehmende Beobachtungen am Unterricht sowie durch eigene Unterrichtsplanung-, -durchführung und -reflexion erreicht werden.


Das Vertiefende Praktikum Master für das Lehramt an Gymnasien legt einen seiner inhaltlichen Schwerpunkte auf den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe.